Mycelia – Über die Vernetzung als Künstlerin

Künstlerischer Erfolg hängt von einem guten Netzwerk ab, das letztendlich über Sichtbarkeit und sogar über Qualität entscheidet. Bis heute wird dieses Netzwerk von Faktoren wie Geschlecht, Hautfarbe und sozialem Hintergrund massgeblich mitbestimmt. Mycelia ist ein Versuch über Macht, Strukturen und Netzwerke nachzudenken und die Natur als Vorbild für ein ökonomisches Konzept der ausbalancierten Macht zu nehmen. Wie sieht ein gesundes Netzwerk in einer Gesellschaft aus, die Wettbewerb über Solidarität stellt? Was bedingt künstlerischen Erfolg? Was benötigt ein gesundes künstlerisches Ökosystem?

Für die Ausstellung reflektieren Künstlerinnen aus München und Riga in aufgeteilten Gruppen über die geographische Entfernung hinweg. Das Internet verändert die Möglichkeiten für Kooperationen und wie man mit anderen Künstlern in Kontakt tritt; Ideen wachsen über Entfernungen; Skizzen und Gedanken werden über Skype verschickt. In aktuellen Zeiten in denen COVID-19 das öffentliche Leben verändert, bekommt die Ausstellung eine ungeahnte Notwendigkeit, denn die wirtschaftlichen Folgen für Kunst und Kultur sind massiv. Wir brauchen ein kollektives Nachdenken; wir brauchen gemeinsame Strukturen; wir benötigen ein gesundes Ökosystem.

Deutsche-lettische Künstlerinnen-Kooperationen mit:

Silke Bachmann (D) _ Ieva Balode (LV),
Karin Fröhlich (D) _ Gundega Evelone (LV)
Patricia Lincke (D) _ Laura Feldberga (LV)
Penelope Richardson (D) _ Sandra Strele (LV)
Sabine Schlunk (D) _ Guna Millersone (LV)

Kuratiert durch Anabel Roque Rodríguez

Online Rahmenprogramm:

Über die nächsten Wochen wird es fast täglich auf unserem neuen Youtube Kanal Künstlergespräche, 2 Podiumsdiskussionen und mehr geben. Den digitalen Spielplan für die Ausstellung findet ihr hier> zudem wird es einen begleitenden Blog auf der Seite der Platform mit Texten und weiteren Informationen zur Ausstellung geben. Zur Ausstellung gibt es den offiziellen Hashtag #MyceliaMUC.

Online Vernissage ab 22. April 

Am 22. April fand die digitale Eröffnung statt mit ein paar Worte der Kuratorin zum Ausstellungskonzept und einer Einführung von Friedel Schreyögg, 1. Vorsitzende der GEDOK München e.V.. Zur Ausstellung gibt es zudem online einen geführten Ausstellungsrundgang. Das Gute an dem digitalen Rahmenprogramm ist, dass die Videos nun auf unserem Youtube Kanal für die Ausstellung zu sehen sind.

Über die GEDOK und den Kontext der Ausstellung

Die GEDOK wurde 1926 von Ida Dehmel als eine Künstlerinnenvereinigung ins Leben gerufen, die in zweierlei Hinsicht innovativ wirken sollte: Die “Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen”, kurz GEDOK, war spartenübergreifend angelegt und nahm neben Künstlerinnen auch Kunstförderer als Mitglieder auf. Der Bundesverband GEDOK – Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V. begeht 2020 den 150. Geburtstag seiner Gründerin, der jüdischen Kunstmäzenin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel (1870-1942). Ihr Anliegen der Gleichstellung von Frauen in den Künsten ist heute nicht minder aktuell als damals.

Mycelia möchte zudem mit dieser Vernetzung zu Künstlerinnen in Riga einen neuen Impuls zu europäischen Künstlerkollaborationen geben.

 

Mycelia – Über die Vernetzung als Künstlerin

Datum

01 Mai 2020 - 10 Mai 2020
Expired!

Veranstaltungsort

Internet/Website
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Veranstalter

PLATFORM München
Phone
089 3249009-14
E-Mail
Jonas.Peter@platform-muenchen.de
Website
http://www.platform-muenchen.de

Zusätzliche Veranstalter

Münchner Beschäftgungs- und Quailfizierungsprogramm (MBQ)
Phone
233-22006
E-Mail
s.habichtobinger@muenchen.de
Website
http://www.muenchen.de/mbq