Historische Soirée am Generalkonsulat von Ungarn in Bayern (Online-Programm)

In der Veranstaltungsreihe „Historische Soiréen am Generalkonsulat von Ungarn in Bayern” wird jeweils ein gemeinsames Kapitel der Geschichte sowohl aus bayerischer als auch aus ungarischer Sicht mithilfe von fachkundigen Historikern erläutert.

Die aktuelle Sitzung wird dem Thema Reichsbildungsversuche in Mitteleuropa im Schatten der Osmanen (XV-XVII. Jh.) gewidmet.

Referenten:

Prof. Dr. Rainald Becker,

außerplanmäßiger Professor des Institutes für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und

Dr. habil. Zsolt K. Lengyel,

Geschäftsführender Direktor des Hungaricum – Ungarisches Institut an der Universität Regensburg

Anmeldung bis zum 5. Mai unter einladung-muenchen@mfa.gov.hu nötig.

Nach der Anmeldung werden Sie einen Link in einer E-Mail erhalten, über den Sie an das interaktive Online-Event gelangen können.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf der Internetseite des Generalkonsulats von Ungarn in Bayern.

 

Historischer Hintergrund:

Das XV. Jahrhundert war die Epoche der florierenden Wirtschaft in Europa und auch in der Kultur eine herausragende Zeit geprägt vom Humanismus, von der Renaissance und der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1440. Doch das europäische Leben wurde durch die Expansion des Osmanischen Reiches stark bedroht. Dem ungarischen Heeresführer János Hunyadi gelang es noch in der Schlacht bei Belgrad (1456) sie aufzuhalten.

Zu dieser Zeit gelang der Thron des römisch-deutschen Kaisers zur Dynastie der Habsburger, die ihren Einfluss in Europa ausweiten wollten. An der Spitze des Königreichs Ungarn fand Kaiser Friedrich III. einen starken Gegner in der Person von König Matthias Corvinus, der dem Kaiser mehrmals den Krieg erklärte und zwischen 1485 und 90 sogar die Reichshauptstadt Wien eroberte. König Matthias hatte kaiserliche Ambitionen. Ihm gelang es mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Papstes die Osmanen auf dem Balkan aufzuhalten. Nach seinem Tode eroberten die Türken Ungarn und hielten es für 150 Jahre unter ihrer Herrschaft.

Das XVI. Jahrhundert wurde in Europa sowohl von Bauernkriegen als auch von der Reformation und der Gegenreformation durchwühlt.  Der Augsburger Religionsfrieden (1555) konsolidierte zwar die neue Lage, einige Jahrzehnten später war aber der große, vernichtende Religionskrieg, der Dreißigjährige Krieg (1618-48) nicht mehr zu vermeiden. Das Herzogtum Bayern versuchte jedoch aus den Auseinandersetzungen der Großmächte herauszubleiben. Am Ende des XVII. Jahrhunderts hingegen griff Kurfürst Max Emanuel offensiv in die europäische Politik ein.  Er beteiligte sich an der Belagerung von Ofen (1686) wo die gesamteuropäische christliche Streitmacht die Türken besiegte und Ofen einnahm. Dieser Sieg setzte der 150jährigen osmanischen Ära in Ungarn ein Ende.

Datum

06. Mai 2021
Abgelaufene Events

Uhrzeit

18:00 - 19:30

Veranstaltungsort

Internet/Website

Veranstalter

Generalkonsulat von Ungarn in Bayern
Phone
089962280200
E-Mail
einladung-muenchen@mfa.gov.hu
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