Europa am Scheideweg

Die nachfolgenden Gedanken zur Entwicklung Europas habe ich vor dem 24.02.22 niedergeschrieben, also vor dem Einmarsch von Putins Truppen in die Ukraine. Was dann folgte, hat viele genau so überrascht wie der von Putin vom Zaun gebrochene Krieg: Europa und die NATO waren sich auf einmal so einig wie schon lange nicht mehr. Diese spontane Einigkeit wird aber wieder vorübergehen, sobald der Krieg im Osten kein heißer mehr ist, denn zu tief sind die Gräben in der Europäischen Union und zu verwurzelt die nationalen Egoismen. Auch die „Zeitenwende“, die Kanzler Scholz ausgerufen hat, war mehr heiße Luft als reale Politik.

Gezeigt hat sich das im Verhalten Deutschlands bei den versprochenen Lieferungen von Panzern. Geliefert wird erst mal gar nicht, sondern verzögert, wo und wie es nur geht. Geliefert werden auch nicht die Panzer, die die Ukraine für ihren Kampf gegen Putins Armee des Grauens bräuchte, sondern ausgemusterte „Gepards“, für die es keine Munition mehr gibt. Das als Hilfe für die Ukraine zu deklarieren ist kaum besser als das russische „Neusprech“ der Putin-Propaganda, nach der Russland nicht in die Ukraine einmarschiert ist und auch nie zivile Einrichtungen dort beschossen hat.

Man sieht also, selbst in der Einigkeit, dass man dem Kriegsverbrecher Putin etwas entgegensetzen muss, gibt es schon wieder Uneinigkeit bei den Europäern, sodass ich meinen ursprünglichen Text belassen kann, wie er ist.

Denk ich an Europa in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, möchte man am liebsten Heinrich Heines Nachtgedanken in Analogie zitieren.

Die wunderbare Idee vom vereinten Europa geht mehr und mehr unter in den Wogen und Wellen der nationalen Interessen der einzelnen Staaten. England hat sich schon verabschiedet aus der Staatenfamilie der Europäischen Union. Ungarn und Polen, die es mit den Grundsätzen der Demokratie nicht besonders genau nehmen, kokettieren mit Austrittsdrohungen, wenn sich die EU weiterhin in sog. innerstaatliche Belange einmischen sollte. Norwegens Bevölkerung hat sich bereits zweimal gegen einen Beitritt entschieden, weil man den Verlust nationaler Souveränität befürchtet und mehr noch die Tatsache, dass man als reiches Land für die weniger gut gestellten Länder des Südens Europas finanziell aufkommen müsste. Selbst in Deutschland, das vom europäischen Staatenverbund trotz seiner chronischen Nettozahlerrolle wohl mit am meisten profitiert, macht sich, so scheint es mir, eine gewisse Europaverdrossenheit breit. Woher kommt diese Skepsis, dieses Misstrauen gegenüber einem geeinten Europa?

An erster Stelle sehe ich die viel zu kompliziert angelegte politische Struktur der Europäischen Union. Wer, außer vielleicht Politologen, kennt schon den Unterschied zwischen dem Europäischen Rat, dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission?  Dann gibt es ja auch noch das Europaparlament mit verschiedenen Standorten in Straßburg und Brüssel. Warum geht aus dem Parlament nicht eine Europaregierung hervor? Wer ist die Regierung eigentlich? Ist es die Europäische Kommission oder der Europäische Rat? Für die meisten Bürger Europas ist diese Konstruktion nicht durchschaubar, nicht nachvollziehbar und damit fremd. Kurzum, Europa ist für den eigentlichen Souverän der Demokratie, den Bürger, viel zu kompliziert, zu intransparent. Aber gerade Transparenz, Durchschaubarkeit, Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen gehören zum Wesenskern einer Demokratie.

An zweiter Stelle kommt für mich die permanente Desavouierung der EU durch nationale Politikerinnen und Politiker. Wenn etwas im nationalen Umfeld nicht rund läuft, schiebt man die Schuld dafür gern auf Brüssel. In Deutschland geht das sogar so weit, dass man Politiker, die man auf nationaler Ebene nicht mehr brauchen kann, nach Europa weglobt, wegschiebt oder wie immer man das auch nennen möchte. So hat man beispielsweise den CSU-Politiker Edmund Stoiber nach Brüssel geschickt, damit er mit seinem Fachwissen die Bürokratie eindämmen möge. Hand aufs Herz, haben Sie auch nur das Geringste gemerkt, dass da ein Mann für viel Geld einen Job gemacht hat? Ein weiteres Beispiel möchte ich anfügen: Ursula von der Leyen. Als Ministerin der Bundesregierung sehr umstritten, spült das politische Ränkespiel sie plötzlich als Präsidentin der Europäischen Kommission nach oben. Es gäbe noch viele weitere Beispiele, die geeignet wären, aufzuzeigen, warum und wie die Politik der einzelnen Nationalstaaten Europa mies macht, obwohl doch offiziell ein gemeinsames Europa das Ziel ist.

Drittens ist meines Erachtens die Europäische Union zu aufgebläht. Momentan tummeln sich 27 Einzelstaaten auf dem politischen Feld der EU. Es ist unschwer nachzuvollziehen, dass es komplizierter ist, 27 Staaten auf einen Nenner zu bringen als etwa die sechs Kernstaaten der ehemaligen EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft). Ich denke, der richtige Weg zu einem geeinten Europa wäre der gewesen, dass ein Kern von Staaten, die wirklich ein geeintes Europa wollen, was auch bedeutet, dass nationale Souveränität abgegeben wird, sich zusammentun hätten müssen und sozusagen das vereinte Europa hätten vormachen müssen. Andere Staaten hätten sich dann sukzessive anschließen können. Wir wissen, das ist nicht geschehen. Wirtschaftlich gesehen, hat man die Staaten Europas miteinander eng vernetzt, aber die politische Vernetzung hinkt weit hinterher und momentan driftet Europa politisch eher auseinander als dass man sich näherkommen würde. Das hängt auch mit der großen Zahl der Staaten zusammen, die in die EU aufgenommen wurden.

Die Lösung des Dilemmas, so wie ich es sehe, ist ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ sein, d. h. dass die integrationswilligen Länder vorangehen und ein politisch geeintes Kerneuropa bilden, dem sich die anderen europäischen Staaten, dann sukzessive anschließen, wenn die Voraussetzungen das zulassen.

Gelingt das nicht, sehe ich tatsächlich schwarz für Europa, denn es gibt eine Reihe von Kräften, denen es lieber ist, Europa zerstritten, zersplittert und damit machtlos auf der politischen Weltbühne zu sehen.

Peter Wurzer

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Link zur AutorInnen-Website: https://peterwurzer.jimdofree.com/

In Vielfalt geeint

Freiheit
Leuchtend gelber Schmetterling, Du fliegst empor zum blauen Dach der Welt.
Die Freiheit ist Dir eigen, stolz trägst Du sie zur Schau.
Gefühltes Glück, Dir mit dem Blick zu folgen.

Natur
Dichtes Blätterkleid in dunklem Grün, fester Stand mit tiefen Wurzeln.
Fürsorglich bist Du das Fundament für unseren nächsten Atemzug.
Demütiger Dank für Dein Tagwerk und für das all Deiner Nachbarn.

Frieden
Ganz selbstverständlich ausbedungen und doch fragil im Wesen.
Der Diplomatie höchste Kunst. Ob, wann und wie lange ist offen.
Wunsch und Wunde zugleich.
Herzschlag Europas für eine menschliche Zukunft.

Jugend
Gesang, Gelächter und Geselligkeit. Ein lauer Sommerabend in der Stadt.
Junge Menschen, in Vielfalt geeint.
Bürger Europas für ein buntes Straßenbild.
Vision, Verwirklichung, Vertrauen.

Carmen Martinez von Bülow

Wettbewerb „europeans-in-art“

Zum dritten Mal finden die „europeans- in-art“ statt. Der Wettbewerb der Europa-Union München zeichnet kreative Laien und Künstler*innen aus, die sich mit Europa und seinen Werten, seinem Geist und seinen Menschen auseinandersetzen.

Alle Künstler*innen sind ab 1. Mai eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zulassen und ihre Solidarität mit Europa künstlerisch auszudrücken. Was bedeutet Europa? Was verbindet Kunst und den Menschen mit Europa und seinen Werten?

Verliehen werden insgesamt drei Awards in den Kategorien:

  • Darstellende Kunst / Urban Art / Foto- und Videokunst
  • Poesie / Poetry / Literatur / Wortkunst
  • Aktionskunst / Bürgerschaftliche Engagements

Die Beiträge können unter hier eingereicht und verlinkt werden. Als Kategorie bitte europeans-in-art auswählen.

Alle Infos zum Wettbewerb

Auftaktveranstaltung Europa-Mai: Ab jetzt anmelden!

Wir laden Sie herzlich, ein, zum Auftakt des Europa-Mai 2022 mit uns und unseren Podiumsgästen zu diskutieren: Aus aktuellem Anlass tauschen wir und rund um das Thema „Freiheit und Klima“ aus. Wir fragen uns, wie es möglich ist, beides gleichzeitig zu schützen. Wie wünschen wir uns im Hinblick auf die derzeitigen Entwicklungen unsere (grüne) Zukunft? Welche Energieversorgung ist Jugendlichen und Bürger*innen kurz- und langfristig wichtig? Im Europäischen Jahr der Jugend liegt dabei ein besonderer Fokus auf den Meinungen junger Menschen. In einem offenen Diskussionsformat stellen sich die Podiumsgäste den Fragen aus dem Publikum. Zu Beginn der Veranstaltung stimmt das anwesende Publikum über die Reihenfolge der Diskussionsthemen ab.

Unsere Podiumsgäste:
Katrin Habenschaden, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München
• Jörg Wojahn
, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland
• Tobias Winkler
, Mitglied des Deutschen Bundestags
• Emily Z. Binding
, Fridays For Future
• Moderation: Helena Sattler

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung.

Zur Anmeldung

Europa in Bewegung

Liebe Europafreundinnen und -freunde,

Europa ist in Bewegung – und das auf vielen Ebenen. Politisch, strategisch, ökonomisch und ökologisch stehen die Zeichen auf Veränderung. Aktuell werden mit Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine grundlegende Themen wie Frieden, Zukunft, Demokratie, Vielfalt und Nachhaltigkeit neu diskutiert. Wir als Gesellschaft müssen gerade lernen, dass einige Selbstverständlichkeiten in dieser neuen Welt nicht mehr so stabil sind.

Katrin Habenschaden,
Schirmherrin des Europa-Mai
und 2. Bürgermeisterin Münchens
Frieden in Europa ist nicht mehr selbstverständlich. Wir müssen uns viel mehr dafür engagieren als bisher. Umso wichtiger ist es, dass wir uns zu den Grundwerten der Europäischen Union bekennen und sie auch leben. Der Münchner Europa-Mai lädt Sie alle zum Mitreden über die Bedeutung Europas in der jetzigen Zeit ein.

Bereits zum dritten Mal laden die Landeshauptstadt München und das Europe Direct München gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, den Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission in München sowie der Europa Union München, zum Münchner Europa-Mai ein. Einen ganzen Monat setzen dabei Institutionen, Organisationen, Künstlerinnen und Bürgerinnen bei allen Themen und in allen Bereichen ein Zeichen für Europa. Dazu laden wir auch Sie herzlich ein. Nehmen Sie teil an den Diskussionen, Mitmachaktionen, Informationsveranstaltungen und vielen anderen Formaten.

Clemens Baumgärtner, Wirtschaftsreferent Münchens
Wir Städte und unsere Wirtschaft profitieren von einem vereinten, freien Europa. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, zusammenzustehen. Der Europa-Mai setzt ein starkes Zeichen in München und über die Stadtgrenzen hinaus.

Der Europa-Mai bewegt im Film

2019 war der Auftakt, aus dem traditionellen Europatag einen Europa-Mai zu gestalten. Bedingt durch die Pandemie war es allen Akteuren des Europa-Mai ein Anliegen, die vielfältigen Themen zu Europa und seinen Besonderheiten weiter ins Bewusstsein zu rücken.

Nun gehen wir bereits in den dritten Europa-Mai. Mit unserem kurzen Video wollen wir unser Dankeschön für die letzten Jahre zum Ausdruck bringen.

Das Video zeigt einen kleinen Ausschnitt von den vielen Aktionen, Veranstaltungen und kreativen Ideen, die sich seit 2019 entwickelt haben – und die auch in diesem Jahr weitergeführt werden.

Hier können Sie sich den aktuellen Newsletter ansehen.

Der Europa-Mai im Film

2019 war der Auftakt, aus dem traditionellen Europatag einen Europa-Mai zu gestalten. Bedingt durch die Pandemie war es allen Akteuren des Europa-Mai ein Anliegen, die vielfältigen Themen zu Europa und seinen Besonderheiten weiter ins Bewusstsein zu rücken.

Nun gehen wir bereits in den dritten Europa-Mai. Mit unserem kurzen Video wollen wir unser Dankeschön für die letzten Jahre zum Ausdruck bringen.

Das Video zeigt einen kleinen Ausschnitt von den vielen Aktionen, Veranstaltungen und kreativen Ideen, die sich seit 2019 entwickelt haben – und die auch in diesem Jahr weitergeführt werden.

Solidarität mit der Ukraine

Europas Städte und Netzwerke zeigen sich solidarisch mit der Ukraine. München ist der Hauptstadt Kiew in einer langjährigen Städtepartnerschaft verbunden und dringt seit dem ersten Angriff auf sichtbare Zeichen und praktische Unterstützung für die Menschen vor Ort und auf der Flucht.

Mit Flaggen und Beleuchtung in den ukrainischen Landesfarben setzt das Rathaus ein weithin sichtbares Zeichen gegen den Krieg. Außerdem sind ein Spendenkonto und eine zentrale Website eingerichtet, um die Informationen zur Unterstützung der Ukraine zu bündeln. Der Münchner Stadtrat spricht sich in einer Resolution für Frieden und die Souveränität der Ukraine aus. Alle aktuellen Aktionen sind zusammengefasst auf muenchen.de: München setzt Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und Kiew (muenchen.de)

Freiwillige für die Ukraine-Hilfe

Wer in München etwas zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine beitragen möchte, findet Informationen und Anlaufstellen gebündelt unter

muenchen.de/ukraine 

Engagement in Europas Städten

“Städte bauen keine Mauern, sie bauen Brücken.”, so der Präsident des führenden europäischen Städtenetzwerks Eurocities. Welche konkreten Unterstützungen Europas Städte für Geflüchtete aus der Ukraine organisieren, fasst Eurocities auf einer laufend aktualisierten Website zusammen:
Cities build bridges for Ukrainian refugees – Eurocities

Unterstützung LGBTIQ*

Die Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer ist 2012 nach dem Christopher Street Day in München entstanden. Sie setzt sich speziell für die Menschenrechte von homo-, bi-, trans, inter und queeren Menschen in der Ukraine ein. Die Städtepartnerschaft zwischen Kyjiw und München ist die Basis. Jetzt hat die Gruppe zum Schutz von LGBTIQ* aus der Ukraine eine Petition und drei Spendenaktionen mit ins Leben gerufen:

https://munichkyivqueer.org/spenden-2/

Die Koordinierungsstelle  zur Gleichstellung von LGBTIQ* der LHM hat mit der Münchner Regenbogen-Stiftung bereits auch einen Spendenaufruf gestartet um LGBTIQ* aus der Ukraine in München unterstützen zu können.

Mehr Infos dazu unter: muenchner-regenbogen-stiftung.de/spendenaufruf 

Europa-Mai: Deko-Paket für Schaufenster

Damit auch die Innenstadt im Münchner Europa-Mai in den europäischen Farben erstrahlt, bieten wir interessierten Ladenbesitzer*innen ein Deko-Paket für ihre Schaufenster an. Wer im Europa-Mai dabei sein will, kann eines der Pakete bei uns anfordern. Solange der Vorrat reicht.

Im Europa-Mai feiern wie Europas Werte und Vielfalt: Auch einzelne Läden haben die Möglichkeit Teil des Aktionsmonats zu werden – beispielsweise durch eine Lesung mit europäischen Themen, ein spezielles Angebot für Kund*innen oder etwas ganz anderes. Aktionen können Veranstalter*innen hier kostenlos eintragen. Eine weitere Bewerbung findet über Social Media und das Portal www.muenchen.de statt.

Es ist auch möglich, nur durch die Schaufenster-Deko Teil des Europa-Mai zu werden: Laden Sie einfach ein Bild hoch und markieren Sie unsere Social Media Kanäle, wir teilen Ihre Bilder gerne mit unseren Followern.

Ein Paket enthält:

  • eine Dekoflagge mit zwei Metallösen
  • eine Europagirlande
  • Europa-Fähnchen aus Papier
  • Luftballons

Bei Interesse oder Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Europe Direct München:

europe-direct@muenchen.de 
Tel. (089) 233-30198

Wer hinter dem Europa-Mai steht

Die Kooperationspartner haben lange Jahre den Europatag auf dem Marienplatz gestaltet und nun seit 2020 den Europa-Mai: Der Fachbereich Europa und das Europäische Informationszentrum (EIZ) im Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, dem Münchner Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments, der Münchner Vertretung der Europäischen Kommission und der Europa Union München.

Start in den Europa-Mai 2022

Gestalten Sie den diesjährigen Münchner Europa-Mai mit uns! Institutionen, Organisationen und engagierte Gruppen sind eingeladen, ihre Aktionen oder digitalen Veranstaltungen, die „Europa“ thematisch berühren über unsere zentrale Plattform einzubringen.

Am 9. Mai ist Europatag! Die Landeshauptstadt München und ihre Partner machen daraus jedes Jahr einen ganzen Aktionsmonat. Münchens 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden ist Schirmherrin des Europa-Mai. Die Plattform www.europa-mai.de bewirbt Initiativen und Events, die im Mai zu europäischen Themen stattfinden. Die Veranstalter*innen können sich dort kostenlos selbst eintragen. Weitere Bewerbung findet über Social Media und das Portal www.muenchen.de statt.

Das Programm schafft Möglichkeiten, Europas Vielfalt zu erleben, die europäischen Werte zu würdigen und Frieden und Freundschaft zu feiern. Vor allem sollen die eingetragenen Aktionen und Veranstaltungen zum aktiven Mitreden und Mitmachen einladen. 2020 und 2021 fand der Europa-Mai digital statt. 2022 sind digitale, hybride und physische Angebote zugelassen.

Helfen Sie uns, den Monat noch bunter zu machen und sprechen Sie auch Ihre Kontakte, Vereine, Organisationen und Kooperationspartner an, sich am Europa-Mai zu beteiligen.

Kontakt zum Europa-Mai Team

Sie können sich vorstellen, als Europa-Mai Akteur aktiv zu werde? Und/oder möchten an einem online-Treffen teilnehmen?
Melden Sie sich gerne:

europe-direct@muenchen.de  
Tel. (089) 233-30198

Wer hinter dem Europa-Mai steht

Die Kooperationspartner haben lange Jahre den Europatag auf dem Marienplatz gestaltet und nun seit 2020 den Europa-Mai: Der Fachbereich Europa und das Europäische Informationszentrum (EIZ) im Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, dem Münchner Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments, der Münchner Vertretung der Europäischen Kommission und der Europa Union München.

Künstler*innen pro Europa

Das abschließende Highlight des Münchner Europa-Mai 2021 ist kreativ. Der „europeans in art“ Award würdigt Künstler*innen, die sich mit Europa und seinen Werten, seinem Geist und seinen Menschen auseinandersetzen.

Am 11. Juni zeichneten Münchens Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner sowie Isabella Amann und Walter Brinkmann, beide Europa-Union München, drei Künstlerinnen und Künstler aus und vergaben einen Sonderpreis für besonderes Engagement.

Bildende Kunst

In der Kategorie Bildende Kunst geht der Award an Alice Kiehn, für ihren Bilderzyklus „Europa“. Zwölf Acrylbilder auf Leinwand zeigen Porträts von Politikern, Sportlern, Künstlern oder Prinzen der aktuellen Zeitgeschichte – in historischen Uniformen. Die Jury hob den Begleittext der Künstlerin hervor: Die Bilder verdeutlichten, was „das Projekt Europa erreicht und überwunden hat. Gewaltsame Unterdrückung, Militarismus und Krieg wurden ersetzt durch politischen Kompromiss, sportlichen Wettkampf und kulturellen Austausch. Und nationale Identitäten werden den diversen Bevölkerungen dieses Kontinents nicht mehr uniform übergestülpt.“, so Isabella Amann, Europa-Union München.

Zum Bilderzyklus Europa

Musik

Zu den Preisträgern in der Kategorie Musik erklärte Isabella Amann, Europa-Union München: „Die Idee an sich ist bereits überzeugend: Junge Pianist*innen, die Gewinner*innen des 2020 ins Leben gerufenen Wettbewerbs EUPLAYY,  musizieren per Onlineübertragung für den Europa-Mai. Neben der großartigen musikalischen Fertigkeit aller daran beteiligten Künstler*innen überzeugte uns als Jury die Aussage- und Strahlkraft hinter der Aktion: Musik verbindet auf vielfältige Weise.“  Der EUPLAYY-Wettbewerb wurde anlässlich der Coronakrise im März 2020 ins Leben gerufen. Die erste Edition verzeichnete über 260 Teilnehmer aus 20 europäischen Ländern, mehr unter www.euplayy.com. Ausgezeichnet wurden Swen Fischer und Prof. Fedele Antonicelli, der künstlerische Leiter.

Zu EUPLAYY grüßt den Europa-Mai

Poesie und Literatur

Ein modernes Märchen berührte und überzeugte die Jury unter den literarischen Einreichungen besonders. Opas Himmelsfernrohr- Vlux11 und der gelbe Sternenkreis“ ist eine Geschichte über die Europaflagge für Kindergartenkinder, das die Autorin Claudia Häne als Text und Podcast einreichte. „Die zentralen Aussagen über Europa sind klar – die EU hat uns Frieden gebracht, die Völker vertragen sich, nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir unsere Werte verteidigen.“, sagte Walter Brinkmann, Europa-Union München, dazu. „Eine weitere wichtige Aussage macht das Wesen von der Venus: ‚Wissen gibt mir Energie‘ – der Europa-Mai ist ein Weg, das Wissen über die Europäische Union, die in Vielfalt geeint ist, in der Bevölkerung zu stärken.“

Zum Märchen „Opas Himmelsfernrohr“

Sonderpeis: Engagement für Europa

Ausgezeichnet wurde auch das Video „Romania, part of the beautiful Europe“. Die Mitglieder des Kulturvereins Ciuleandra Bavaria e.V. zeigen darin Impressionen rumänischer Kultur und Folklore. Adriana Tillich aus dem Vereinsvorstand nahm den Preis entgegen. Die Begeisterung für Europa drücken sie mit Ausnahmen aus der Luft von einer imposanten, lebenden und strahlenden „Europa-Statue“ aus. „Damit zaubern Sie uns ein Lächeln auf die Lippen – und mit diesem Lächeln möchte ich den Europa-Mai 2021 abschließen. Ich denke, wir konnten die Verbindung der Menschen untereinander und den europäischen Geist in München stärken. Ich danke allen Beteiligten für ihre wertvolle Unterstützung.“, so Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner.

Zum Video „Romania, part of the beautiful Europe“

Bilder: Michael Nagy/Presseamt München